Champagner-Segeln ohne Alkohol und die Turks and Caicos – 03.05.-12.05.2017

In der Marina der Sea-Cow-Bay auf Tortola (unsere letzte Station in den BVI) gibt es einen DIY-Waschsalon, in dem wir nur 2,- $ für eine Waschladung bzw. Trocknerfüllung bezahlen müssen.

Die Marina in der Sea-Cow-Bay

Nachdem wir also den Starkwind-Tag am Dienstag noch einmal für die große Wäsche genutzt haben, geht es am Mittwoch-Morgen gemeinsam mit den JoEmi´s los in Richtung Turks and Caicos. Eigentlich wollten wir diese Inseln auslassen, damit wir den Schlag an die USA-Ostküste möglichst bald hinter uns bringen können. GUT, dass wir das nicht getan haben. Aber dazu später mehr. Es liegen rund 430 sm vor uns. 3 Tage und 3 Nächte am Stück. Das hatten wir lange nicht.

Die „JoEmi“ startet vor Road Town, dass liegt etwa 2 sm weiter östlich. Damit ist sie anfangs etwas hinter uns, aber am Nachmittag holt sie auf. Das hat auch damit zu tun, dass wir für unsere Segelmanöver immer in den Wind drehen müssen. Das heißt in diesem Falle: genau zurück in die andere Richtung. Und wenn wir dann 10 Minuten für das Manöver brauchen, hat die „JoEmi“ in der Zwischenzeit –relativ gesehen- 20 Minuten aufgeholt. Das müssen wir am Nachmittag zweimal machen: einmal für das Setzen des Parasailors und einmal gegen Abend für das Bergen des Tuchs. Ihr habt richtig gelesen: Unser Parasailor ist repariert aus Deutschland zurück und wir freuen uns,  ihn wieder segeln zu können.

Wir haben uns vorgenommen, ihn zunächst nur tagsüber zu fahren. Dieser gute Vorsatz wäre aber am ersten Tag fast schon wieder aufgegeben worden. Wir hatten uns nämlich, wegen des guten Wetterberichtes, schon entschieden, ihn für die Nacht stehen zu lassen. Dann frischte der Wind am Abend doch wieder unerwartet auf rund 20 kn auf. Kurz vorm Dunkelwerden bergen wir den Spi und fahren mit Standard-Besegelung weiter. Dabei werden wir nicht langsamer. Im Gegenteil: Wenn wir die Schoten des Vorsegels auf den Mittelklampen umlenken (und damit sozusagen „ausbaumen“), können wir Schmetterling segeln und sind damit sogar etwas schneller als mit Parasailor. Das werden wir mal weiter beobachten.

Die Nacht verläuft bei moderaten Winden von 17 bis 20 kn ruhig. Wir bleiben die ganz Nacht auf Sichtweite mit der „JoEmi“. Das klappt deswegen so gut, weil wir vorher einen Wegepunkt definiert haben, den wir ansteuern wollen. Wenn also ein Boot etwas weiter südlich läuft und das andere etwas mehr nördlich, finden wir uns auf der Kurslinie immer wieder zusammen. Wir laufen nicht scherenförmig auseinander, wie uns das mit der Diana immer wieder passiert ist. Auf den langen Strecken hatten wir uns bereits immer in der ersten Nacht verloren. Gute Idee, Oliver!

Am zweiten Tag kehren sich die Geschwindigkeits-Potentiale um. Auf einmal ist die „Step By Step“ schneller als die „JoEmi“. Am Abend drehen wir das Vorsegel ein, damit die „JoEmi“ wieder aufholen kann. Die „Step By Step“ bekommt am Abend noch Besuch von Delfinen. Leider genau in dem Moment, als das warme Essen auf dem Tisch steht. Wir können uns kaum entscheiden, wo wir die Priorität legen wollen. Die Delfine scheinen das zu merken und sind relativ schnell wieder weg. Die Nacht verläuft wieder ruhig. Wir haben mit dem Mondlicht recht gute Sicht. Als ich gegen 0.30 Uhr die Wache übernehme, sehe ich auf dem AIS, dass wir mittlerweile seitlich 2 sm von der „JoEmi“ entfernt sind. Wir sind 1 sm nördlich der Kurslinie, die JoEmi 1 sm südlich davon. Ich korrigiere den Kurs ein wenig und rund 2 Stunden später sind wir zurück in der Mitte, leider driftet die JoEmi weiter nach Süden weg. Mittlerweile sind es fast 4 sm und ich kann das Positionslicht nur noch ganz schwach ausmachen. Ich greife zur Funke und frage nach. Daraufhin ändert die „JoEmi“ Ihren Kurs und im Morgengrauen haben wir uns wieder im Sichtfeld. Bisher ist Champagner-Segeln angesagt. Es gibt nichts, aber auch gar nichts zu meckern. So ist es viel zu selten.

Am dritten Tag ist bei ähnlichen Winden die „JoEmi“ dann schneller als wir. Die Welle ist etwas höher als an den anderen beiden Tagen. Vermutlich liegt es daran. Wir hatten am ersten Tag mehr oder weniger Gleichstand, am zweiten Tag war die „Step By Step“ vorne und am dritten Tag also die „JoEmi“. Gegen Abend nehmen wir beide sehr viel Segelfäche weg, weil wir nicht in der Nacht auf Grand Turk ankommen wollen. Nord-Östlich von Grand Turk steigt der Meeresgrund innerhalb einer halben Seemeile von 1000 m auf 10 bis 20 Metern an. Das kann zu fiesen Seebedingungen führen. Maximal 5 Knoten wollen wir noch laufen. Dafür reicht bei diesem Wind das Vorsegel im zweiten Reff. Das Großsegel ist komplett geborgen. Beim Bergen des Großsegels müssen wir wieder in den Wind fahren. Es ist ruppig. Eine besonders steile 3 Meter-Welle fährt die „Step By Step“ auf der Vorderseite hoch, nur um dann auf der anderen Seite in ein sehr tiefes Loch zu fallen. Anja ist gerade am Mast, um das Segel herunter zu ziehen und muss sich gut festhalten. In solchen Situation wünschen wir uns ein Rollgroß, das vom Cockpit aus in den Mast eingerollt werden kann. So wie es fast alle anderen Segel-Freunde haben. Dann muss niemand nach vorne, um das Segel zu bergen. Leider geht das bei Katamaranen offensichtlich noch nicht. Zumindest haben wir es noch nie gesehen. Vielleicht liegt es daran, dass Kats deutlich stärkere Segeltücher haben als Monos. Die Nacht bleibt ruhig, bis darauf, das Wind und Welle langsam aber stetig zunehmen.

Als wir dann am Samstag Morgen das Riff umrundet haben und einen Südkurs einschlagen, weht es uns mit 20 bis 25 Knoten direkt ins Gesicht. Die Welle ist steil und kurz. Segeln geht nicht mehr. Mit beiden Motoren schaffen wir gerade 5 kn Fahrt. Tolle Begrüßung! Nach den BVI scheinen auch die Turks and Caicos uns nicht mehr hier haben zu wollen…

Wir müssen am „South Dock“ einklarieren. Der Ankerplatz dort sieht auf den ersten Blick nicht einladend aus. Am Dock liegen olle Frachter, die gelöscht werden; am Strand, direkt neben unserem Ankerplatz, liegt ein rostendes Frachter-Wrack; und an Land sieht man Öltanks und chemische Betriebsanlagen. Wären wir doch bloß weiter zur USA gefahren, denken wir noch…

Als ich nach dem Anker tauche, um zu sehen, ob er sich gut eingegraben hat, ahne ich zum ersten Mal, dass es hier doch was werden kann. Das Wasser ist einzigartig klar und hat eine tolle türkisblaue Farbe. Das hatten wir so noch nie und gefällt schon mal sehr gut. Kurz danach fahre ich mit Oliver zum Einchecken. Am Strand angekommen bin ich pudelnass, weil ich wieder mal zu früh aus dem Dinghi gesprungen bin, als das Wasser noch viel zu tief war.

Triefend laufe ich durch die Gegend und wir suchen „Customs und Immigration“. An einer Security-Schranke zeigt uns die freundliche Dame den Weg zum Customs-Gebäude. Die Beamtin sei aber gerade am Dock. Sie werde Ihr Bescheid sagen, damit sie kommt. Wir warten vor der Tür in der Sonne. Das gibt mir Gelegenheit etwas zu trocknen. Gute 20 Minuten später kommt die Zollbeamtin mit einem großen Geländewagen vorgefahren. Da steht groß darauf: „Government Vehicle – Private Use prohibited“. Und was ist drin im Auto? Ein kompletter Umzug: Matratzen, Sessel, Stühle, Kisten usw… Oliver und ich sehen und an und denken das Gleiche.

Der Immigration-Beamte kommt kurze Zeit später auch und wir zahlen insgesamt stolze 80,-$ für das Einchecken. 50,-$ für Check-in plus 15$ Overtime (Es ist Samstag) plus 15,-$ Immigration. Beim Auschecken müssen wir wieder zahlen, bekommen wir mitgeteilt. Wow! Das ist teuer. Hoffentlich lohnt es sich. Wir dürfen maximal 1 Woche bleiben, sonst sind noch einmal 300,-$ für ein Cruising Permit fällig. Das gilt dann aber länger.

Auf dem Rückweg sehen wir uns den Strand und die Peripherie genauer an. Der Sandstrand ist super und auch die Strand-Bars sehen verlockend aus. Leider haben die alle zu und öffnen erst Montag wieder, wenn das nächste Kreuzfahrt-Schiff kommt. Den Rest des Tages erholen wir uns von der Überfahrt und finden es langsam aber sicher doch ganz nett hier.

Am nächsten Tag verholen wir uns näher zum Ort der Insel „Cockburn Town“. Der Ankerplatz liegt hinter einem Riff und die Einfahrt ist kniffelig und für die JoEmi, die knapp 2,20 Meter Tiefgang hat, ziemlich flach. Die „Step By Step“ fährt vor, um die Wassertiefe zu loten. Die JoEmi ist immer dicht dahinter. Alles geht gut, allerdings halten die Anker schlecht bis gar nicht. Wir wollen später entscheiden, ob wir für die Nacht hierbleiben wollen.

Nachdem wir an Land gehen, sind wir geflasht. Das hätten wir hier jetzt nicht erwartet. Moderne aber hübsche und saubere Gebäude, die so wirken, als wären sie nicht oder nur selten in Gebrauch. Kaum eine Menschenseele auf den Straßen, ein Pferd galoppiert alleine über die Straße und dreht seine Runden. Fast wie in einem Endzeit-Film.

Wir wollen die Straße überqueren und das einzige Auto, das weit und breit kommt, bleibt für uns stehen und lässt uns rüber. Ein Taxifahrer hält selbstlos an und erklärt uns ungefragt, wo wir hergehen müssen, um frei lebende Flamingos an einem See zu sehen. Alles wirkt so surreal. Der Spaziergang bringt immer wieder neue Überraschungsmomente.

Die vor einigen Wochen abgebrannte Bibliothek

Als wir zum Schluss noch den Supermarkt inspizieren wollen, ziehen am Horizont dicke Gewitterwolken auf. Die Böenwalze ist gut zu erkennen. Unsere Anker liegen nicht gut und wir brechen ab. Schade! Wo wir doch heute Abend auswärts essen wollten.

 

Während wir die weiteren Pläne noch diskutieren, zeichnet sich ab, dass das Gewitter doch vorbei zieht. Also, gehen wir doch essen? Wir sind unentschlossen und wollen dann die Dinghi´s wenigstens dicht am Restaurant haben, damit wir schnell zum Schiff können, falls sich noch mal etwas entwickelt. Die Männer fahren also die Dinghis näher ans Restaurant und die Damen schlendern an der Straße entlang. Als wir die Schlauchboote an Land ziehen, haben wir schon neue Freunde gewonnen. Der Besitzer der „Sand Bar“ erklärt uns, wo wir gutes Essen bekommen und klärt uns auch gleich über die Geschichte und die Einnahmequellen (Fischerei) der Caicos auf. Leider hat er auch einige Gesellen im Schlepptau, die wir hinterher kaum wieder loswerden, weil sie Freibier von uns erhoffen. Einer verfolgt uns sogar bis ins Restaurant und bleibt am Nebentisch sitzen, bis er hinausgeworfen wird.

Das Restaurant „Salt Raker Inn“ wird von Erika gemanaged. Sie ist Deutsche und vor einigen Jahren als Rucksack-Touristin hier angekommen. Mittlerweile ist sie mit einem Einheimischen verheiratet und hat immerhin den Status „Permanent Resident“. Bevor sie sich vollständig zu den Turks-Bewohnern zählen darf, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Als wir unseren Tisch gefunden haben, sind wir baff, als Robin sofort lostigert mit den Worten: „Ich gehe mal zu Erika!“ Bis dahin hatten wir noch kein einziges Wort mit ihr gesprochen. Da sitzt Robin schon an der Theke und schlürft Frucht-Cocktails mit Erika. So kommen wir leicht ins Gespräch.

 

Es hätte ein völlig entspannter Abend werden können, wenn nicht…. Wir haben ein schlechtes Gewissen! Die Wetterlage ist gewittrig und die Anker halten schlecht. Exakt mit den letzten Worten unserer Essensbestellung werden wir durch einen lauten Donner an unsere Ankersituation erinnert. Ich verliere zuerst die Nerven und fahre alleine zum Schiff. Es beginnt zu regnen und ich werde nass. Die „Step By Step“ liegt mittlerweile genau anders herum. Ganz schlecht für den Anker! Ich verbringe 15 Minuten an Bord und aktiviere zuletzt den Anker-Alarm auf meinem Handy, welcher  Anja anrufen wird, wenn das Boot sich zu weit bewegt. Nachdem ich vom Dinghi aus den Anker noch einmal begutachtet habe, fahre ich zurück. Als ich ins Restaurant zurückkomme, fährt Oliver zur „JoEmi“ und bekommt noch mehr Regen ab. Den ganzen Abend hören wir keinen einzigen Donner mehr. War wohl nur eine Warnung! 🙂 Erika hat viel zu erzählen, das Essen ist gut und die Schiffe liegen noch dort, wo wir sie verlassen haben als wir gegen 23.30 Uhr zurückkehren. Ein schöner Abend.

Montag geht es weiter nach South Caicos nach Cockburn Harbour. Das sind rund 20 sm. Die „JoEmi“ schleicht wieder vorsichtig hinter uns her, als wir aus dem Riff herausnavigieren. Als wir in Cockburn Harbour ankommen, denken wir noch: „Schon wieder Wracks!“. Der Ankerplatz ist riesig und der Anker hält sofort. Die Aussicht ist solala, aber hier soll es ein „Aquarium-Riff“ geben. Wir fahren mit den Dinghis hin und schnorcheln. Das ist echt der Hammer! Eine wundervolle Korallen-Landschaft mit so vielen Fischen und, und, und… Sogar einen kleinen Riff-Hai haben wir unter einem Felsen gesehen. Aber seht Euch die Bilder an…

Am Dienstag wollen wir quer über die Caicos-Bank (durchschnittliche Wassertiefe 2 bis 4 Meter) zu der 45 sm entfernten Haupt-Insel Providenciales. Das nächste Highlight! Die Klarheit des türkisblauen Wassers so weit wie das Auge reicht, haut uns alle einfach um.

Wir können uns gar nicht satt sehen. Aber das ist auch gut so, denn auf dem Wege sind immer wieder Korallenköpfe, denen wir ausweichen müssen. Wir machen wieder das Echolot für die „JoEmi“ und wir können sogar segeln. Die Korallen sind wirklich nur bei hochstehender Sonne gut zu sehen. Als wir auf der „Step By Step“ um 14.30 Uhr die Korallenköpfe nicht mehr gut ausmachen können, kann Oliver mit seiner Brille noch etwas sehen, sagt er. Also übernimmt die „JoEmi“ noch einmal die Führung für 2 Stunden.

Weil wir die 45 sm nicht an einem Tag bei gutem Licht schaffen können, ankern wir mitten auf der Bank für die Nacht. 20 sm vom nächsten Land entfernt. Das haben wir uns allerdings romantischer vorgestellt. Es ist eine ziemliche Schaukelei. Die „Step By Step“ tanzt in den Wellen und wir haben deutlich mehr Bewegung im Schiff als wir vor Anker gewohnt sind.

Am nächsten Morgen geht es weiter. Die Bedingungen sind sogar noch besser als gestern. Wir haben etwas mehr Wind und die Anzahl der nötigen Ausweich-Manöver wegen der Korallen sinkt deutlich. Am frühen Nachmittag fällt der Anker bei den „Five Cays“. Wir liegen zunächst alleine hier und fahren mit den Dinghis zur kleinen Insel „Bay Cay“. Ein hübscher kleiner Strand für uns alleine. Als wir ins „Innere“ der kleinen Insel gehen –also 20 Meter weiter- kommen aus allen Ecken neugierige Iguanas und beobachten uns. Wir sind uns nicht sicher, ob sie uns begrüßen wollen oder ob sie uns langsam einkreisen und taxieren. 🙂

Leider ist Füttern verboten. Wir halten uns daran. Das anschließende Schnorcheln auf der anderen Seite der Insel zeigt zwar eine interessante Unterwasser-Landschaft, aber wenige Tiere.

Am Donnerstag verholen wir in die 2 sm entfernte Sapodilla-Bay. Wegen des seichten Wassers müssen wir zwar ungewohnt weit draußen ankern, aber dafür werden wir mit einem 1a-Strand belohnt.

Am Freitag wollen wir hier auschecken und dann nach West-Caicos fahren. Vor dort soll es dann am Samstag weiter zu den Abacos in den Bahamas gehen. Das ist mal wieder eine Planänderung. Wir wollten nun eigentlich direkt an die USA- Ostküste übersetzen, aber die Turks and Caicos haben Lust auf mehr gemacht. Wir wollen uns noch nicht von der Badesaison verabschieden und werden die Rest-Strecke noch einmal halbieren und auf den Abacos einen Stopp einlegen, auch wenn wir dort ein Cruising Permit für 300,-$ kaufen müssen, mit dem wir eigentlich viel länger bleiben dürften. Aber die Hurricane-Saison lässt nur noch 1,5 Wochen mit ruhigem Gewissen zu.

Am Freitag checken Oliver und ich aus. Dafür müssen wir auf ein Betriebsgelände des Hafens und bekommen sogar Besucherausweise dafür.

Als wir das Büro des netten Custom-Officers betreten, hat er gerade nichts zu tun. Als wir ihm unser Anliegen vortragen, überreicht er uns die Formulare und telefoniert. Wir glauben, dass er gerade seinem Kollegen von Immigration mitgeteilt hat, dass wir da sind. Er drückt 2 Stempel auf das Formular und nimmt auch die Kärtchen entgegen, die wir bei der Einreise bekommen haben und die eigentlich für Immigration bestimmt sind. Offensichtlich hat er sich bereit erklärt, seinem Kollegen das Herkommen zu ersparen. Als diese schweißtreibende Angelegenheit erledigt ist und er sich wahrlich über die Unmenge an Arbeit beschwert hat, nimmt er seine Butterbrot-Dose, lehnt sich zurück und freut sich, dass er endlich Frühstück machen kann. Auch die Damen am Empfang des Betriebsgeländes staunen, dass wir so zeitig zurückkommen und das Gelände schon wieder verlassen können. Auf dem Rückweg kann Oliver nicht aus seiner Haut als Betriebswirt heraus und schlägt vor, dass er Customs, Immigration und Tourist-Office in eine Person zusammenlegen würde. Ich gebe ihm zu Bedenken, dass er damit die Arbeitslosen-Quote auf der Insel wahrscheinlich drastisch erhöhen würde. Das würde seine Wiederwahl bestimmt gefährden  Patt! J

Kurzfristig entscheiden wir, heute nicht mehr nach West-Caico zu fahren, weil es uns hier eigentlich ganz gut gefällt und wir lieber noch einen Strand-Nachmittag einschieben wollen. Die nächste, wenn auch kleine, Planänderung.

[ssba]

1 Kommentar

  • Annika

    18. Mai 2017 at 22:12 Antworten

    Ohweiha!! Soweit ist es schon gekommen?! Ihr könnt euch nicht zwischen einem warmen Essen und Delphinen entscheiden?! 🙄

    Übrigens musste ich sehr über dein Bild im Waschsalon lachen. Ich habe selten ein Bild von einem Mann gesehen, der SO stolz grinsend neben einem Berg von Wäsche sitzt 😃

    Und ich behaupte mal, dass du nicht die Nerven verloren hast im Restaurant – Du warst einfach pflichtbewusst und vernünftig! Wenn du irgendwann nicht mehr so reagierst, dann würde ich mir Sorgen um dich machen! 😉

Hinterlasst uns einen Kommentar