Highborne Cay bis Marsh Harbor 29.03. – 14.04.2018

Am Ankerplatz westlich von Highborne Cay fällt uns zum ersten Mal die hohe Menge an großen Motoryachten auf. Das war im Januar/Februar, als wir das erste Mal hier vorbei gekommen sind, noch nicht der Fall. Die Super-Yachten haben eine Menge Spielzeuge an Bord, wie z.B.: Jet-Skis, Wasserski und natürlich schnelle Dingis mit hoher Motorisierung. Manchmal ist es etwas nervig, wenn der Tender-Verkehr zwischen Motoryacht und Strand einfach nicht abreißt. Denn häufig nehmen die Fahrer wenig Rücksicht auf die Wellen, die sie dabei produzieren. Unsereiner wird dabei immer wieder heftig durchgeschaukelt. An Land gehen darf man auf Highborne nur, wenn man ein hohes „Eintrittsgeld“ zwischen 10,- und 25,-$ pro Person bezahlt, denn Highborne ist eine Privat-Insel. Das sparen wir uns.

Bis Donnerstag, 29.03. bleiben wir trotzdem hier, um auf günstigere Winde zu warten. Wir wollen die Eleonore noch ein Stück in die Exumas begleiten, bevor wir dann endgültig kehrt machen und in Richtung Norden fahren. Um 9.55 Uhr geht es los. Wir haben viel Wind aus ESE und müssen etwas kreuzen. Der Himmel ist bedeckt, die kurze Welle ist recht anstrengend und bremst uns immer wieder. Schon früh stimmen wir uns mit der Eleonore ab, dass wir heute nur bis Shroud Cay fahren. Weil die Elli einen größeren Tiefgang hat, entscheiden wir uns dieses Mal für den Ankerplatz an der Westseite der Insel. Hoppla! Hier ist es aber auch schön!

Die „Step by Step“ ankert an einem malerischen Platz vor einem Korallenfelsen und dahinter können wir einen schönen Sandstrand ausmachen. Weiter draußen ankern die Mega-Yachten. Am Nachmittag fahren wir mit den Ellis zum Strand und erzählen uns, was wir in den letzten Monaten so alles erlebt haben. Zum Abschluss fahren wir ein Stück in den angrenzenden Mangrovenfluss hinein, aber auch hier sehen wir leider keine Tiere und nach einigen 100 Metern ist sowieso Schluss. Die Wurzeln der Mangroven machen eine Weiterfahrt unmöglich.

Für Freitag ist immer noch SE-Wind angesagt, also von vorne. Wir machen es uns einfach, fahren nur 5 sm weiter und ankern im Südwesten von Hawksbill Cay.

Hier gibt es gleich 3 Strände zu Auswahl. Weil 2 davon bereits von Motor-Yacht-Crews mit Liegestühlen und Sonnenschirmen für die Herrschaften bestückt wurden, fällt uns die Entscheidung leicht. Hinter dem Hügel entdecken wir wiederum eine tolle Mangroven-Landschaft, die jetzt bei Ebbe nahezu trockengefallen ist und einen ganz speziellen Reiz hat.

Am Samstag haben wir dann endlich ENE-Wind mit angenehmen 12 bis 16 kts. Leider knickt hier aber auch die Inselkette etwas nach Osten ab. Wir müssen also wieder kreuzen, aber nach der ersten Wende macht es heute richtig Spaß. Auf dem Backbord-Bug kommt die Welle nicht mehr von vorne. Wir kommen schnell voran. Als wir dann wieder wenden müssen, befinden wir uns näher an den Inseln und haben kaum noch Welle. Keine Welle und 12 bis 14 Knoten Wind? Da lacht das Segler-Herz! Erst als die Fahrwasser enger werden, holen wir die Segel ein und motoren die letzten 4 Seemeilen.

Die Durchfahrt durch den Bell´s Cut ist sehr schmal, aber mit dem richtigen Sonnenlicht sehr gut zu sehen. Trotzdem ist es immer wieder spannend.

Dahinter erwartet uns wieder ein Flachwasser-Gebiet mit tollen Farben, ähnlich wir es vor einigen Wochen bei Warderick Wells erlebt haben. Wir ankern hinter Johnny Depp´s Privat-Insel (Little Halls Pond Cay). Der Ankerplatz ist wunderschön und deswegen nehmen wir bei dem ruhigen Wetter auch gerne die starke Strömung in Kauf. Hier gibt es auch keine Mega-Yachten. Alles viel zu flach!

Johnny Depp´s Liegestuhl? Leider ist niemand zuhause

Am Nachmittag fahren wir mit den Dingis zum Schnorcheln beim „Riff-Aquarium“ und erleben eine klasse Unterwasserwelt. Am Abend teilen uns die Ellis mit, dass sie jetzt doch mit uns zusammen nach Europa zurückfahren wollen. Wir freuen uns, denn jetzt sind es schon 3 Schiffe mit demselben Plan.

Wenn Ihr genau hinschaut, seht Ihr den großen Krebs

Bevor wir am Oster-Sonntag gegen 9.45 Uhr den Anker aufnehmen, staunen wir nicht schlecht: Der Osterhase war da.

Da kommen noch schnell die Ranger des „Land&Sea-Parcs“ angerauscht und kassieren die Ankergebühr von uns. Seit dem 1. März wird für das Ankern im Park eine Gebühr von 0.50 $ pro Fuß Schiffslänge verlangt. Für uns sind das immerhin 19,- $.

Heute kommt der Wind endlich aus ENE und wir können unser Ziel „Big Majors Spot“ fast direkt anliegen.

Wir waren im Februar schon einmal hier, aber die Ellis wollen natürlich auch die schwimmenden Schweine besuchen und in der James-Bond-Thunderball-Grotte schnorcheln. Auch die Ammenhaie am Staniel Cay Yacht Club besuchen wir noch einmal.

Abends haben wir sogar einige Ammenhaie direkt am Schiff.

Frische Lebensmittel müssen auch mal wieder eingekauft werden und am Mittwoch hat Thomas Geburtstag. Außerdem lernen wir Joachim kennen, der mit seiner kubanischen Frau und seinem Sohn Eduardo in Nassau lebt. Die drei machen mit Ihrem Motorkat Oster-Urlaub in den Exumas. So kommt es, dass wir fast eine Woche hier verdaddeln. Die „Step By Step“ verholt sich am Donnerstag lediglich ein bisschen weiter in die Bucht hinein, damit wir etwas von der Autobahn der Mega-Yacht-Tender wegkommen und damit wir saubereres Wasser für den Wassermacher haben.

Ein Stückchen weiter ist die Welt ohne Mega-Yachten wieder in Ordnung

                                   Entertainment durch ein Wasserflugzeug im Ankerfeld

Wir vertreiben uns die Zeit und checken z.B. Mast und Rigg schon einmal durch. Wäre ja ärgerlich, wenn wir einen Defekt erst ein paar Tage vor der Abfahrt über den Atlantik entdecken. Dann checken wir natürlich noch einmal, aber finden will ich dann eigentlich nichts mehr, was uns aufhält. Auch Robin will dieses Mal in den Mast hochgezogen werden. Er traut sich bis oben hin und macht ein paar tolle Fotos.

Auf halber Höhe langsam einschaukeln
Immerhin fast 20 Meter hoch

An unserem neuen Ankerplatz sind wir so weit von den anderen Booten weg, dass ich Robin nach langer Zeit auch mal wieder mit dem Dingi auf seinem Waveboard ziehen kann. Eine Art Wasserski. Das macht echt Spaß. Außerdem lernen wir Katie und Johannes Erdmann kennen, die hier in den Bahamas mit Ihrem Katamaran Kojencharter anbieten. Mehrmals sind sich unsere Schiffe nun schon begegnet, aber endlich hat es mal geklappt und wir können ein bisschen klönen.

Am Samstag 07.04. geht es dann mit südlichen Winden zurück nach Norden. Es ist nur sehr wenig Wind vorhergesagt. Wir wollen sehen, wie weit wir kommen. Und es läuft prima! Den ganzen Tag schieben uns 15 Knoten Wind mit 6 bis 7 Knoten voran. Wir schaffen es sogar zurück bis nach Highborne Cay. Dieses Mal ankern wir im Norden der Insel. Bei dem südlichen Wind kommt etwas Schwell in die Bucht, aber es ist noch gut auszuhalten.

Die nächste Tour führt uns wieder über die Yellow Bank. Das sind mindestens 40 sm und kein Ankerplatz liegt dazwischen. Für Sonntag ist wieder sehr wenig Wind angekündigt, am Montag soll es eigentlich besser sein. Wir sind hin- und hergerissen. Einen Tag warten? Oder doch heute am Sonntag los? Um 8.15 Uhr verliere ich die Nerven und schmeiße Anja aus der Koje, die eigentlich um diese Zeit Ihren ersten Kaffee genießen will. Wir nehmen Anker auf und trödeln bei leichten Winden mit 3 bis 4 Knoten Fahrt in Richtung Eleuthera.

Als gegen 13.00 Uhr der Wind noch weiter abnimmt, stoppen wir mitten im Nirgendwo auf der Sandbank für eine Badepause. Das haben wir auch schon lange nicht mehr gemacht.

Danach muss der Motor ran. Wir fahren bei Stillwasser durch den berüchtigten Current Cut und ankern direkt dahinter vor dem Settlement. Hier warten wir auf die Eleonore, die seit Big Majors einen Tag hinter uns ist. In der ersten Nacht liegen wir ganz alleine hier.

Am Montag-Nachmittag kommt Klaus aus Düsseldorf mit seiner „Lucky“ dazu und während wir am Nachmittag im Settlement spazieren gehen, kommen neben der Eleonore noch 5 andere Schiffe dazu. In der zweiten Nacht sind es also 8 Schiffe. Da wundern sich die Einheimischen bestimmt auch.

Am Dienstag Morgen fahren wir die letzten 8 sm bis Spanish Wells. Hier wollen wir neues Bargeld abheben, einkaufen, unsere Bahamas-Visa verlängern lassen, die Prepaid-Karte für unser Telefon auffrischen und -leider auch- auf die Suche nach Ersatzteilen gehen.

Am Sonntag haben wir nämlich festgestellt, dass die Rolle des Genua-Schotwagens auf der Steuerbordseite kaputt ist. Wenn die Kunststoff-Rolle nicht frei dreht, bekommt sie von der linienförmigen Belastung ganz schnell eine Druckstelle und dann ist das Schicksal auch schon besiegelt. Die Schot sägt sich an dieser besagten Stelle immer weiter in das Material, bis es zum Bruch kommt. Bei unserer ist die Rille schon mehr als 5 mm tief. Die Rolle einzeln gibt es natürlich nicht zu kaufen und ein neuer Schotwagen kosten 800,- bis 900,-$. Tolle Wolle! Mal ganz davon abzusehen, dass so ein Schotwagen auf den Bahamas wohl kaum zu bekommen ist und wenn dann nur mit Lieferzeiten von mehreren Wochen. Wir können uns das jetzt gar nicht mehr leisten, so lange zu warten! Aber eins nach dem anderen.

Die Einfahrt nach Spanish Wells von unserm Ankerplatz aus gesehen
So sieht ein Squall aus

Erst mal wollen wir unsere Visa verlängern. Customs soll direkt am Government-Dock sein. Mmh! Customs schon, aber Immigrations ist umgezogen in die Nähe des Food-Markets. Ich bekomme vom Customs Officer noch eine Telefonnummer. Da geht aber keiner dran. Na gut! Gehen wir da eben hin.

Auf dem Weg kommen wir bei der R&B-Werft vorbei, die im Februar unser Getriebe repariert hat. Hier zeige ich den Schotwagen und bekomme von Mit-Inhaber Bruce nur ein Kopfschütteln. „Nein! So etwas kriegst Du hier nicht.“, sagt er. „Gibt es denn hier in Spanish Wells eine Dreherei?“, frage ich. „Nein! Auch nicht! Aber ein Freund von mir hat eine Drehbank. Den kann ich mal anrufen!“ Das Telefonat ergibt, dass Ernest jetzt vorbeikommt und sich das Teil anguckt. Lange Rede-kurzer Sinn: 2 Stunden später habe ich seine Zusage, dass er mir bis morgen 2 dieser Rollen aus Messing für 100,-$ machen will und ich bin glücklich. Anja und Robin haben die meiste Zeit im Dingi auf mich gewartet, aber das Ergebnis war es wert.

Jetzt aber schnell zum Immigration-Office. Welcher Food-Market war denn nun gemeint? Es gibt an jedem Ende von Spanish Wells einen. Anja glaubt, dass der kleinere im Norden gemeint war. Also teilen wir uns auf. Anja und Robin gehen zum großen Laden einkaufen und ich gehe zu dem kleinen und suche das Immigration-Office. In dem kleinen Food-Market steht auch der einzige Bargeld-Automat, der ausländische Karten akzeptieren soll. Ich versuche mein Glück mit der Standardkarte und bekomme eine Abfuhr. <Kann aktuell nicht durchgeführt werden> heißt es zweimal. Ich versuche eine andere Karte und siehe da: Erfolg! Beim Rausgehen teilt mir die Dame hinter der Kasse noch mit, dass der Automat seit 2 Monaten kaputt sei. Er akzeptiere keine ausländischen Karten mehr. Komisch! Ich habe doch gerade Geld bekommen. Sie fällt aus allen Wolken und versichert mir, dass ich seit 2 Monaten der Erste bin. Da habe ich wohl Glück gehabt!

Immigration finde ich hier jedoch nicht, also muss es doch am großen Supermarkt sein, denke ich und gehe los. Als ich ganz kurz vorm Ziel bin, frage ich noch einmal ein paar Einheimische. „Nein. Hier nicht!“ sagen sie. Hinten am anderen Ende der Stadt steht eine Art Bürgerbüro. Also wieder zurück. Im Bürgerbüro angekommen. „Nein! Hier nicht! Am anderen Ende der Stadt, neben dem großen Supermarkt.“ Kennt Ihr den alten Asterix-Comic, wo Asterix im Rathaus rauf und wieder runter und wieder rauf geschickt wird? So fühle ich mich jetzt! Gut ist, dass die Einheimischen alle so freundlich sind und Fußgänger immer wieder in Ihren Golfcarts mitnehmen. Sonst hätte ich mir echt die Füße platt gelaufen. Unterwegs versuche ich immer wieder die Nummer anzurufen, die ich von Customs bekommen habe, aber niemand geht ran. Endlich stehe ich um 15.50 Uhr vor dem Immigrations-Büro, aber natürlich ist die Tür abgeschlossen. Es ist wohl Feierabend. Dann eben Morgen.

Trotz der erfolglosen Lauferei sind wir zufrieden mit dem Tag. Immerhin bekommen wir eine neue Rolle für unseren Schotwagen gedreht. Das war wichtig! Zufrieden gehe ich schlafen.

Am Mittwoch-Morgen dann zuerst der Schreck: Ernest (der mit der Drehbank) hat gestern um 23.30 Uhr eine Text-Nachricht geschickt. Er hat keine Erfahrung mit dem Drehen von Metall und will den Auftrag lieber nicht ausführen. Ich hatte ihm jedoch gestern erzählt, dass ich in jungen Jahren mal Dreher gelernt habe. Deswegen bietet er an, dass ich seine Maschine benutzen darf. Gerne nehme ich das Angebot an. Zunächst rechne ich mit 2 Stunden, aber weil ich noch Formstähle schleifen muss und das Material (eine alte Schiffs-Antriebs-Welle) viele Risse hat, geht am Ende der ganze Tag für die Aktion drauf. Ernest begleitet mich den ganzen Tag und fährt mit mir durch die Gegend, um neues Material zu besorgen. Geld will er am Ende nicht dafür haben. Er ist damit zufrieden, dass er bei der „Verarbeitung“ von Metallteilen zusehen konnte. Was für eine Hilfsbereitschaft!!! Sucht das mal in Deutschland.

Die Neue und die Alte

 

Besser als neu

Zwischendurch bin ich natürlich auch mal bei Immigration gewesen, aber da war auch heute keiner. Die Telefonnummer, die wir vom Customs-Officer bekommen haben, ist übrigens falsch. Nun hängt die richtige Nummer an der Tür aus. Morgen am Donnerstag um 11.30 Uhr soll ich kommen. Na gut!

Ein bisschen ärgerlich ist das schon! Wir sind ansonsten fertig hier in Spanish Wells und der Ankerplatz ist nicht so toll. Aber was hilft´s. Am Donnerstag gehe ich frohen Mutes zum Büro: Geschlossen! Der Anruf zeigt, dass die Dame mich wohl vergessen hat. „11.45 Uhr wäre gut“, sagt sie. „Sorry Lady! Es ist doch schon 11.55 Uhr!“ „Nein nicht heute, Morgen!“ bekomme ich zur Antwort. Jetzt werde ich doch langsam ärgerlich, aber das prallt einfach alles ab. Ich versuche noch, mich im „Bürgerbüro“ am anderen Enden der Stadt zu beschweren, aber auch da erreiche ich gar nichts.

Abends gehen wir noch zur Happy Hour mit den Elli’s ins Budda’s. Hier gibt es leckeres Essen, kühle Getränke und alles zu guten Preisen.

Bahamian Radler

 

Am Freitag bin ich schon um 11.10 Uhr vor der verschlossenen Tür und warte geduldig, bis meine Uhr auf 11.45 Uhr springt, dann wähle ich die Nummer und erreiche….nur die mailbox. Fast schon bin ich überzeugt, dass ich hier keine Stempel für die Pässe bekommen werde und will verschwinden. Bis 12.00 Uhr warte ich noch, sage ich mir. Um 11.52 kommt die Dame dann endlich und wir erledigen die Angelegenheit mit der Verlängerung. Erst später erzählt sie mir, dass sie gar nicht diejenige ist, mit der ich immer telefoniert habe, sondern nur die Vertretung. Sie kann also gar nichts dafür, dass ich so oft versetzt wurde. Gut, dass ich mir nichts anmerken lassen habe, denn heute habe ich es wieder mit einer netten Bahamian Beamtin zu tun, die auch gerne ein paar private Worte wechselt. Ende gut – alles gut!

Um 13.00 Uhr haben wir hier in Spanish Wells endlich alles erledigt und können Anker auf gehen. Wir folgen der „Lesmona“ mit Klaus und Karin, die wir hier näher kennen gelernt haben, nach Egg Island rund 8 sm weiter im Westen. Von dort haben wir einen guten Ausgangspunkt nach Great Abaco.

Am Samstag segeln wir mit günstigem SE-Wind zwischen 15 und 20kts nach Great Abaco. Wir nehmen um 7.00 Uhr gemeinsam mit der „Lesmona“ den Anker auf. Die Eleonore ist schon 2 Stunden vorher im Dunkeln gestartet. In den ersten 3 Stunden ist die seitliche Welle mit 2 Metern Höhe sehr unangenehm. Wir segeln mit einem Reff im Groß bei 16-18 kts Wind.

Ich muss mich bei der morgendlichen Funkrunde auf Kurzwelle sehr kurz fassen und nach einigen Minuten wieder an die frische Luft. Die Schaukelei ist erbärmlich. Dann aber gewöhnen wir uns dran und haben einen schönen und schnellen Segeltag. Gegen 10.00 Uhr nehmen wir auch das Reff heraus. Schon um 14.30 Uhr haben wir die 50 sm bis zum Little Harbour Cut geschafft. Obwohl die Welle kurz vorher noch einmal auf 2,5 Meter ansteigt, ist der Cut selbst ruhig und bei dem SE-Wind gut zu machen. Wir sind ziemlich genau bei Niedrigwasser hier. Kurz vor dem Cut binden wir sicherheitshalber wieder das  1. Reff ins Großsegel.

Weil es noch so früh ist, fahren wir direkt durch bis nach Marsh Harbor. Im Norden liegen wir gut geschützt vor den kräftigen SE- bis SW-Winden, die für Sonntag und Montag angekündigt werden. Danach wollen wir noch ein paar Tage in dieser Gegend cruisen, bevor wir uns dann für die erste große Etappe unserer Rückfahrt nach Europa vorbereiten. Bermudas heißt dann das Ziel.

 

 

[ssba]

7 Kommentare

  • Ilka

    16. April 2018 at 6:22 Antworten

    Ihr Lieben,

    Respekt – Robin in 30m Höhe, André an der Drehbank und Anja verliert nicht die Nerven…. 😉

    Ich drücke Euch,

    Ilka

    • Andre Schulz

      16. April 2018 at 14:30 Antworten

      Hallo Ilka, 20 Meter! 😉 Bis bald!

  • Annika

    16. April 2018 at 20:38 Antworten

    Ich bin – ähnlich wie Ilka – ziemlich beeindruckt von Euch!

    1. Robin hat scheinbar sämtliche Ängste „über Board geworfen“ (Achtung! Wortwitz! :D). Ich würde mich das niemals trauen!!

    2. Was du aus diesem Klumpen gedreht hast, ist auch schier unglaublich… Ebenso die Hilfsbereitschaft. In DE hätte man dich sicher nur belächelt.

    3. Und nicht zu vergessen die wunderschönen Bilder, liebe Anja! 🙂

    Dennoch: Ich bin Egoistin und freue mich, wenn ihr euch langsam auf den Rückweg macht.

    Genießt die Bermudas! Fühlt euch gedrückt!

    • Andre Schulz

      17. April 2018 at 13:52 Antworten

      „über Board geworfen“. Haha! Da habe ich lange suchen müssen…

      • Annika

        17. April 2018 at 22:19 Antworten

        Oha! Es wird Zeit für euch in die „normale Welt“ zu kommen. 😂

  • Roger Schneider

    19. April 2018 at 9:41 Antworten

    Hallo Andre, ich musste gerade wirklich laut lachen als ich Dich an der Drehbank stehen sah. 🙂

    Aber: „Chapeau!“ Es hat geklappt.

    Das gibt es hier in Deutschland auch, nicht überall, aber wenn man freundlich mit Handwerken umgeht, bekommt man das auch zurück.

    Ihr seid also in den Vorbereitungen für die Rückfahrt. Wird wohl auch mal Zeit, Ihr treibt euch ja nun schon verdammt lange herum. 🙂

    Ich nehmen mir immer wieder unregelmäßig Zeit die Berichte zu lesen, einfach toll.

    Grüße aus Bayern

    • Andre Schulz

      19. April 2018 at 13:56 Antworten

      Hallo Roger, vielen Dank. Ich bin auch ganz schön stolz auf die erfolgreiche Aktion, auch wenn es ein ziemlich einfaches Drehteil ist. 🙂

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