Porto Santo

Seit mehr als 1 Woche sind wir nun hier auf Porto Santo. Bei der Ankunft spüren wir deutlich, dass wir langsam aber sicher in abgelegene Gebiete kommen. Der Formalismus gewinnt an Bedeutung. Bisher hat es genügt, mit den Schiffspapieren beim Hafenbüro vorstellig zu werden. Hier werde ich auf diesem Weg bereits von der Hafen-Polizei abgefangen und ins Büro gebeten. Alle Papiere werden noch einmal eingehend geprüft und wir müssen uns unbedingt vor dem Verlassen des Hafens bei den Beamten abmelden und mitteilen, in welchen Hafen es als nächstes geht. Ein paar Tage später kommt dann noch eine Kollegin von der Stadt und fragt die gleichen Daten noch einmal ab, möchte zusätzlich jedoch wissen, ob wir irgendwelche Zoll- Waren an Bord haben. Täglich schreiten mehrere Offizielle von den verschiedenen Behörden den Steg auf und ab und überprüfen Neu-Ankömmlinge. Dabei sind sie aber immer freundlich und zuvorkommend, so dass es keine Last ist, sondern eher eine willkommene Übung für die später auf der Reise noch kommenden Einklarierungs-Prozeduren darstellt.

dsc_0079dsc_0040Am Montag fahre ich in den Ort, um in der „Capitania“ der „Policia Maritiem“ zu klären, ob wir die portugiesische Lighthouse-Tax bezahlen müssen oder nicht. Diese soll nur einen geringen Betrag von rund 8,-€ ausmachen, die Strafen bei fehlendem Zahlungs-Nachweis sollen aber empfindlich höher sein (250,-€), hat man uns ins Cascais erzählt. Es stellt sich jedoch heraus, dass nur Schiffe steuerpflichtig sind, die länger als 6 Monate in portugiesischen Gewässern unterwegs sind. Da sind wir dann raus.

Der Reiseführer sagt, das Porto Santo vor allem wegen seines Sand- Strandes berühmt ist. Das stimmt! Der Strand ist eine Wucht und die Kinder können sich mal wieder so richtig austoben.

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Der Hauptort der Insel „Vila Baleira“ birgt ein „Christoph-Columbus-Museum“, welches wir heute im Rahmen des Schul-Unterrichtes besucht haben. Ansonsten ist der Ort in 5 Minuten mit dem Fahrrad durchquert und ob der Nato-Flughafen auf der Insel als Sehenswürdigkeit taugt, wagen wir zu bezweifeln. Nur ein Flugzeug haben wir in der vergangenen Woche gesehen.

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Wir vertreiben uns die Zeit mit Einkaufen, Wäsche waschen (ja, auch einmal „von Hand“) und hinterlassen einen bleibenden Eindruck auf der Hafenmauer. In einigen Häfen, die bevorzugt von Langfahrern besucht werden, ist es Brauch, dass sich die Crews auf der Hafenmauer verewigen. Das ist genau das Richtige für uns und wir können unser schönes „Step By Step 2“- Logo zum Einsatz bringen. Der ortsansässige Farbenhändler freut sich ein Loch in den Bauch, als wir Farben und Pinsel bei ihm kaufen. Sein Tages-Umsatz scheint gerettet. 🙂 Natürlich sind die kleinsten Gebinde immer noch viel zu groß für unser Vorhaben und wir können das Meiste anschließend für die nächsten Gelegenheiten einlagern.

img_4930img_4955dsc_0012img_4961Ansonsten sprechen die Bilder für sich. Porto Santo ist alles andere als überlaufen…..

img_4976img_4936img_4965dsc_213dsc_219img_4949img_4972Weil in dieser Woche von Montag bis Donnerstag reichlich Wind vorhergesagt ist, wollen wir eigentlich schon am Sonntag weiter zur Hauptinsel Madeira. Nach einigen Gesprächen mit den -teilweise ortskundigen- Steg-Nachbarn kommen wir zu dem Schluss, dass nur eine Marina für unseren überbreiten Katamaran in Frage kommt: Quinta da Lorde im Osten der Insel! Hier in der Gegend herrscht im September und Oktober jedoch Hochsaison. Wir fragen deshalb vorher nach, ob ein Plätzchen für uns frei ist. Antwort: Nein! Leider erst ab Freitag, 30. September wieder. Das hält uns zwar fast eine ganze Woche auf, aber der Termin passt am Ende mit den Wetter-Vorhersagen zusammen. Einige Segler lassen Ihre Boote hier liegen, nehmen sich ein Zimmer oder Apartment auf Madeira und fahren mit der Fähre rüber. So auch unsere Freunde von der Diana. Hier allerdings aus gesundheitlichen Gründen, weil sich Elke das Schlüsselbein gebrochen hat. Das muss erst mal ein paar Tage auskuriert werden. Die Fähre kommt für uns nicht in Frage. Wir wollen auf eigenem Kiel weiterreisen. Also warten wir auf Freitag und sitzen den Sturm hier aus.

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4 Kommentare

  • Lisa?

    28. September 2016 at 22:20 Antworten

    Hallo ihr drei,wenn ich das so verfolge und mir alles durchlese und die tollen Bilder sehen könnte ich richtig neidisch werden ,aber ich hätte nicht den Mut so etwas duchzuziehen.Weiterhin alles gute und nette Beamte?

  • Annika

    1. Oktober 2016 at 18:28 Antworten

    Euer Logo an der Mauer ist der Oberhammer!! 🙂

  • Walter Wulf, 26125 Oldenburg, Orfenweg b10

    3. Oktober 2016 at 19:40 Antworten

    Hallo ihr Drei,
    eure Bilder haben uns an unseren wunderbaren Aufenthalt auf Porto Santo und Madeira 2010 erinnert. Beim nächsten Mal werden wir euer Logo in Augenschein nehmen.
    Danke für die Bilder und Berichte. Weiterhin eine gute Reise!
    Sabine und Walter

    • Andre Schulz

      3. Oktober 2016 at 21:16 Antworten

      Hallo Sabine, hallo Walter,

      Vielen Dank für Eure Nachricht. Nach den ersten Tagen auf Madeira können wir sagen, diese Insel ist echt sehenswert. Freut Euch schon mal auf die Bilder von hier. LG Anja, Andre und Robin

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