Power-Shopping und Sandstrahlen am Strand / St. Martin 07.04. – 09.04.2017

Peter und Kathrin von der Florentine (ebenfalls aus Dortmund) sind zur gleichen Zeit in der Marina Fort Louis wie wir. Wir freuen uns, denn das gibt uns Gelegenheit zum weiteren Austausch. Die beiden sind ja schon seit 3 Jahren unterwegs und haben auch die USA-Ostküste bereits bereist. Wir holen uns beim Sun- Downer wertvolle Tipps hinsichtlich Törnplanung und möglichen Liegeplätzen für einen eventuellen Heimat- Urlaub im Sommer. Außerdem haben wir Gelegenheit, uns an einem Mietwagen zu beteiligen. Damit haben sich unsere Transport-Probleme gelöst. Wir wissen nun, wie wir unsere Proviant-Einkäufe vom Supermarkt zum Schiff bekommen und wie wir unsere Gäste vom Flughafen abholen können.

Aber zuerst haben wir noch einen Ausflug auf unserem Pflicht-Programm. Die Maho-Beach! Das ist der Strand direkt im Landeanflug des Flughafens. Dort brausen die Jets knapp über den Köpfen der Badegäste vorbei in Richtung Landebahn. Auch startende Jets sollen ein Erlebnis sein. Wir sind gespannt! Weil es auf Anguila so gut geklappt hat, wollen wir auch diesen Ausflug mit den Rädern machen. Es gibt mögliche 2 Routen. Wir entscheiden uns auf dem Hinweg für den etwas längeren Weg (11 km), weil wir hier weniger Verkehr vermuten. Wir wollen früh los, damit wir nicht in die Mittagshitze geraten. Als wir gerade aufbrechen wollen, teilt uns der Marinero vom Hafen mit, dass wir vorher noch unseren Liegeplatz wechseln müssen. Der Platz, auf dem wir jetzt liegen, ist von einem Charter-Unternehmen gemietet und das Schiff soll JETZT zurückkommen. Grummel! Aber was hilft es? Wir verholen die Step By Step um genau 3 Plätze weiter nach links. Weil wir Strom und Wasser-Anschluss haben und die Vorleinen an Bojen fest sind, dauert das natürlich etwas.

Wir kommen damit doch noch in den zweifelhaften Genuss, Mittags in der Hitze Fahrrad zu fahren. Es geht ständig auf und ab. Der Weg ist anstrengend und spätestens als wir zum Ende der Route wieder einen steilen Berg herunter fahren (den wir auf dem Rückweg hoch müssten), beschließen wir, auf dem Rückweg die andere Route zu probieren. Der Ausflug hat sich aber gelohnt. Der Strand ist nicht so voll und wenn wir uns mittig vor die Landebahn stellen, haben wir wirklich den Impuls, den Kopf einzuziehen.

Etwas enttäuscht sind wir zunächst von den startenden Maschinen. Das soll eigentlich noch viel eindrucksvoller sein, aber außer einem „lauen Lüftchen“ bemerken wir zunächst nicht viel. Das waren bisher aber nur Propeller-Maschinen. Jetzt kommt der erste Düsenjet. Wir warten gespannt….WOW! Als der Gas gibt, fliegt zuerst meine Baseball-Kappe, dann das Handtuch und der Rucksack kommt auch in Bewegung. Der Wind ist heiß und wirbelt jede Menge Sand mit auf. Wie schlimm wird es wohl noch? Die Hinweis-Schilder warnen bestimmt nicht umsonst vor ernsten Verletzungen. Bevor aber richtige Panik aufkommen kann, ist der Spuk auch schon wieder vorbei, weil der Jet langsam Fahrt aufnimmt. Das war wirklich aufregend! Die startenden Jets sind vielleicht 100 Meter vom Strand entfernt. Wir sind zufrieden und starten den Rückweg, der glücklicherweise weniger herausfordert als der Hinweg.

Kurz vor Marigot kommen wir an einem Baumarkt vorbei. Das hatten wir schon lange nicht mehr und wir entern voller Vorfreude. So richtige Kauflust kommt aber gar nicht auf und außer diversen Klebstoffen und einer neue Fußmatte bleibt der Einkaufswagen leer.

Als wir zurück zum Hafen kommen, ist unser alter Liegeplatz natürlich noch leer und das soll er auch den Rest des Tages so bleiben. Die Chefin des Charter-Unternehmens ist die ganze Zeit vor Ort, läuft über den Steg und „managed“ alles. Wir vermuten, dass sie dem Hafenbüro Dampf gemacht hat. Aber sonst ist sie nett! 🙂

Das Shopping-Erlebnis am Sonntag-Morgen ist auch nicht ohne. Anja hat in stundenlanger Vorbereitung einen riesigen Einkaufszettel geschrieben. Ziel ist es, ausreichend Proviant für die beiden Wochen mit unseren Gästen zu haben und auch anschließend noch gut gefüllte Schränke zu haben. Nach den BVI´s ist die nächste ordentliche Möglichkeit zum Einkaufen auf Puerto Rico und das wollen wir eigentlich auslassen. Anja hat ganze Arbeit geleistet. Mehr als 3 Stunden verbringen wir zu dritt am Sonntag Morgen im Supermarkt. Ganze 6 übervolle Einkaufswagen schieben wir zur Kasse. Unsere Rabatt-Punkte verschenkt die Kassiererin an einheimische Kunden. Beim Einladen der Ware in den Mietwagen geht der immer tiefer in die Knie. Am Ende sind auch sämtliche Sitzplätze, außer dem Fahrersitz, belegt. Anja und Robin müssen zu Fuß zurück gehen (leider im Regen). Es ist einfach kein Platz mehr. Das ist umso bemerkenswerter, weil wir nicht, wie die meisten anderen Crews, Unmengen an Trink-Wasser einkaufen müssen. Wir haben ja immer frisches Wasser aus unserem Wassermacher an Bord. Sonst wären wohl noch 2 Einkaufswagen dazu gekommen.

Das Ausladen schaffen wir so gerade rechtzeitig, das Kathrin und Peter den Wagen pünktlich übernehmen können, um Ihre Gäste vom Flughafen abzuholen. Am späten Nachmittag bekommen wir ihn dann wieder, damit wir Britta, Tobias und Daniel die Suche nach einem Taxi ersparen können.

 

 

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3 Kommentare

  • Ilka

    27. April 2017 at 11:14 Antworten

    Ihr Lieben,

    immer wieder schön, an Eurem Törn teilhaben zu können!

    Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ALLE Kommentare von Euch zurück kommentiert werden, nur meine nicht….. 😉

    Hab´ Euch trotzdem lieb und vermisse Euch!

    Liebe Grüße
    Ilka

    • Andre Schulz

      27. April 2017 at 13:28 Antworten

      Hallo Ilka,
      dass können wir so natürlich nicht stehen lassen! Wir freuen uns besonders über regelmäßige Kommentar unserer Freunde. Dann wissen wir, das „Aus den Augen – Aus dem Sinn“ eben doch nicht immer zutrifft. Vielen Dank, dass Du uns begleitest. Wir freuen uns auf´s Wiedersehen mit Euch.
      LG
      Anja, Andre und Robin

  • Annika

    28. April 2017 at 19:50 Antworten

    Ich bin ehrlich, ich hätte mir an dem Flughafen-Strand mit Sicherheit in die Hose gemacht. Nervenkitzel & Abenteuer? Ja! Aber guckt euch mal das Schild an… „DANGER“ das steht da sicher nicht umsonst 🙈
    Deswegen: Hut ab, dass ihr mit trockenem Hosen wieder zurückradeln konntet 😬

    Der Einkauf sieht gigantisch aus! Mich würde interessieren was so ein Rieseneinkauf „da drüben“ so kostet? Und vor allem: Was kauft ihr da so?
    Klingt doof, aber mich interessiert das. 😉

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